Anke Stelling liest "Schäfchen im Trockenen"

Copyright: Verbrecher Verlag, Berlin

Foto: NANE DIEHL

Im Rahmen der 23. LesArt Ansbach

Anke Stelling

Resi hätte wissen können, dass ein Untermietverhältnis unter Freunden nicht die sicherste Wohnform darstellt, denn: Was ist Freundschaft? Die hört bekanntlich beim Geld auf und ist im Fall von Resis alter Clique mit den Jahren so brüchig geworden, dass Frank Lust bekommen hat, auszusortieren, alte Mietverträge inklusive. Anke Stelling erzählt von einer Frau Mitte vierzig, Mutter von vier Kindern, deren Wohnung gekündigt worden ist. Ihre Freunde machen gemeinsam ein Baugruppenprojekt, bei dem sie nicht mithalten kann. Die Kündigung der Altbauwohnung in der Berliner Innenstadt ist der Ausgangspunkt für eine 260 Seiten lange Wutrede. Resi, ihr Mann und ihre vier Kinder müssen raus. Der Künstlerfamilie fehlt das Geld, um mitzumachen. Im Gegensatz zu ihren Freunden werden sie nie erben. Anke Stelling nimmt das neoliberale Mantra, jeder sei seines Glückes Schmied, in ihrem vielbeachteten Gegenwartsroman auseinander.

Anke Stelling, 1971 in Ulm geboren, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Bereits ihr Roman „Bodentiefe Fenster“ stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 und erhielt den Melusine-Huss-Preis. "Schäfchen im Trockenen" wurde 2019 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse sowie dem Friedrich- Hölderlin-Preis ausgezeichnet.

Sonntag, 3. November 2019
11 Uhr Kunsthaus Reitbahn 3

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VERANSTALTER: Stadt Ansbach
Eintritt frei

INFORMATION UND PROGRAMM:
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Tel. 0981-51243, E-Mail: akut​ (at) ​ansbach.de, Internet: www.ansbach.de

In Zusammenarbeit mit Kulturforum Ansbach e.V.